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Reader Sicherheitspolitik Teil 3 – „Transformation im 21. Jahrhundert“

Grafik: NATO und EU
Der Reader Sicherheitspolitik als Sammelwerk (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

Das Zeitalter der Globalisierung eröffnet nicht nur neue Chancen. Im Zuge globaler Veränderungen sind auch neue Risiken und Bedrohungen entstanden, die sich mittel- oder unmittelbar auf Deutschlands Sicherheit auswirken. Diesen Herausforderungen kann nur ein vernetzter außen-, sicherheits-, verteidigungs- und entwicklungspolitischer Ansatz wirksam begegnen. Konsequent haben sich deshalb die für Deutschlands Sicherheit maßgeblichen Organisationen NATO, EU und UNO fortentwickelt und den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angepasst. Die Bundeswehr als Instrument einer umfassenden, vorausschauenden Sicherheits- und Verteidigungspolitik hat sich nicht nur zu einer Einsatzarmee gewandelt, sondern befindet sich auch in einem permanenten Prozess der Transformation.

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Neue Inhaltsstruktur des Readers

Der Reader Sicherheitspolitik hat im Teil 1 (ab 1994) und im Teil 2 (ab 1999) mit Beiträgen fachprominenter Autoren die Veränderung der sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen dokumentiert und analysiert. Die Transformation der Bundeswehr bedarf jedoch einer vertieften Vermittlung und Kommunikation mit unterschiedlichen Zielgruppen. Der neue Teil 3 des Readers „Transformation im 21. Jahrhundert“ will die Meinungsführer in der Strategic Community als Leser und Autoren ansprechen. Ihnen soll der breite Ansatz der Transformation verdeutlicht werden. Der Fokus auf die Transformation ermöglicht eine fachwissenschaftliche Debatte auf einer breiten Grundlage.

Um spezifischen militärischen Fragestellungen im Kontext der Globalisierung und der daraus resultierenden Transformation von Sicherheitsorganisationen, Bündnissen und Gesellschaften gerecht werden zu können, wurde für den Teil 3 eine komplett neue Struktur entwickelt. Der Transformationsprozess der Bundeswehr und der ihm unterliegende erweiterte, vernetzte Sicherheitsbegriff soll genauer abgebildet werden. Sicherheitspolitische und militärische Aspekte werden dabei gleichermaßen berücksichtigt.

Die Struktur im Einzelnen:

I. Faktoren erweiterter Sicherheit

  1. Globalisierung und Weltprobleme
  2. Regionalanalysen
  3. Risiken, Konflikte und neue Kriegsbilder

II. Gesellschaftliche Entwicklungen

  1. Sozialer und kultureller Wandel
  2. Ökonomischer und technologischer Wandel

III. Sicherheitsakteure und -instrumente

  1. Sicherheitssysteme und -kooperationen
  2. Vernetzte Sicherheitsstrukturen
  3. Konzepte der Konfliktbewältigung

IV. Neuer Auftrag der Bundeswehr

  1. Legitimation und Akzeptanz
  2. Einsätze der Bundeswehr
  3. Fähigkeiten und operatives Denken

V. Militärische Handlungsfelder

  1. Konzepte und Verfahren der Transformation
  2. Organisation / Betrieb / Rüstung
  3. Praxisbereiche militärischer Führung

VI. Der Soldat in der Transformation

  1. Soldatisches Selbstverständnis
  2. Kompetenzen militärischer Führer

Konzeptionell orientiert sich die Struktur an dem bewährten Stufenmodell zur Analyse sicherheitspolitischer und militärische Probleme. In deduktiver Absicht werden zunächst die Aspekte der internationalen Politik beschrieben. Dem schließen sich die gesellschaftlichen Fragen an, denen heute Bedeutung auch für sicherheitspolitische Angelegenheiten eingeräumt wird. Aus diesen Analysen können in einem weiteren Kapitel sämtliche Aspekte der heutigen Gestaltung von Sicherheitspolitik mit ihren Akteuren, Konzepten und Instrumenten behandelt werden.

Die letzten drei Kapitel greifen die Bundeswehr auf. Zunächst erfolgt eine umfassende Betrachtung des neuen Auftrages mit neuen Aufgaben und Anforderungen. Im nächsten Kapitel werden dann die verschiedenen militärischen Handlungsfelder, die aus der Transformation entstehen, behandelt. Das letzte Kapitel hebt den Menschen in der Transformation - ein Schwerpunkt der militärischen Führung - hervor. Die Bundeswehr-Kapitel greifen sämtliche Aspekte auf, die auch Grundlagendokumente der Bundesregierung und des Bundesministeriums der Verteidigung betonen.

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Experten aus Wissenschaft und Bundeswehr schreiben für den Reader

Politikwissenschaftler aus renommierten nationalen und internationalen Politikberatungs- oder Forschungsinstituten stellen für den Reader Sicherheitspolitik ihr Expertenwissen zur Verfügung. Für die Gesellschaftstrends bieten sich zahlreiche Experten aus dem sozialwissenschaftlichen Bereich an.

Für die fundierte Qualität der Artikel in den Bundeswehr-Kapiteln bürgen auf der einen Seite Autoren aus Dienststellen des „Aufgabenverbundes Innere Führung“, aus Forschungsinstituten, aber auch aus Kirchen oder dem zivilen universitären Bereich. Zu den militär-spezifischen Themen schreiben Experten etwa aus dem BMVg oder aus dem Zentrum für Transformation der Bundeswehr. Daneben finden sich zu allen Kapiteln auch junge, interessierte Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen, die sich auf Einzelaspekte der Sicherheitspolitik und Streitkräfte spezialisiert haben.

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Stand vom: 17.06.2010 | Autor: Rüdiger Michael, Hans-Joachim Reeb

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